Am tiefsten Punkt der Hölle, jenseits von Pandämonium und weit unterhalb aller Ebenen, die selbst älteste Dämonen je bereist haben, existiert ein Ort, der nicht existieren sollte: der Käfig. Gott selbst erschuf ihn – als unzerstörbares Gefängnis für seinen erstgeborenen Sohn Luzifer. Verstärkt durch die stärksten himmlischen Siegelzauber und durch einen göttlichen Willen, der bis heute nachwirkt, hält der Käfig alles gefangen, was in ihn geworfen wurde. Luzifer. Michael in seiner zerbrochenen Form. Und für eine Zeit: Sam Winchester. Der Käfig ist kein Ort der Qual wie gewöhnliche Höllenbereiche – er ist ein Ort der absoluten Leere, unterbrochen von den Schreien derer, die sich selbst aufgegeben haben.
Die Leere
Vor dem Beginn der Zeit, vor Gott und seinen Engeln, vor der Finsternis und ihrem Bruder – da war die Leere. Sie ist nicht böse, nicht gut. Sie ist nicht einmal ein Ort im eigentlichen Sinne: Sie ist das absolute Nichts, ein Zustand absoluter Stille und absoluten Schlafes. Hierhin gehen die Engel und Dämonen, wenn sie endgültig sterben – nicht in den Himmel, nicht in die Hölle, sondern in eine ewige Bewusstlosigkeit. Bis Castiel die Stille brach, als er von den Toten zurückkehrte. Das Wesen, das die Leere bewacht – das Dunkel, der Schlaf selbst – wurde dadurch geweckt. Nun ist die Leere nicht mehr ganz leer. Nun beobachtet etwas.
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